Samstag, 12.01.2013: innen: welt.-Festival III

mit: Touchy Mob (Berlin), Toby Goodshank (New York), Helmut (aus dem
Ungefähren), Gender Bombs (München), Squares on Both Sides (München),
Wassermanns Fiebertraum (Donauraum) einer weiteren Band und Kunst,
Licht und Flackern.

Tickets à 12 Euro im Vorverkauf HIER. Wartet nicht zu lang. Die ersten beiden Ausgaben des Festivals waren ausverkauft!

Soviel ist sicher: Mitte Januar wird es endlich wieder vorbei sind,
mit dem Weihnachts-Rush, den Kaufhauslichtermeeren, dem Silvesterlärm. – Zeit und Raum drinnen nachzuhören. Und neue, echte funkelnde
Lichtpunkte zu setzen.

Am 12.1. findet das dritte innen: welt.-Festival von innen.aussen.raum
statt. Wieder im Kafe Kult und wieder mit äußer-gewöhnlichen Bands.
Den leisen, den verschrobenen und verschobenen und den unentdeckten.
Und natürlich mit jeder Menge Licht- und Mitmachkunst der selten
gesehenen Art.

Touchy Mob (Berlin):
Touchy Mob ist Berlins feinster Folk-Elektro-Bart. Meint auch die
Spex. Und hinter dem Bart und dem Etikett steckt eine wunderbare
Wundertüte. Da gibt es zerbrechlichste Akustikgitarrenpickings und
tief verzierte Texte – und auch melodietrunkene Elektroteppiche, so
satt wie ein All-You-Can-Eat, unerwartete Brüche und harte Beats. Am
besten alles in einem Song. Kurz: Den Beweis, dass auch nach 60 Jahren
Pop- und 35 Jahren elektronischer Musik noch längst nicht alles
probiert ist. Und niemals alle Geschichten über dieses moderne Leben
erzählt und begriffen: Touchy Mob hat immer ein paar neue, zwischen
den Zeilen, Saiten und Beats.

Bei uns taucht Touchy Mob zum ersten Mal als Hauptact auf einer
Münchner Bühne auf.

Fenster (New York/Berlin)
…dass diese Band zum innen: welt. kommt – das ist uns ein Fest im
Fest. Was könnte man nicht alles loben, an Fenster: Die federleichten
Melodien, die die Songs tragen. Der Raum, der dem Zuhörer zwischen
Gitarre, Bass, Stimme und Percussion bleibt. Die kleinen Details, mit
denen die Band ihre Stücke verziert. Oder, alles zusammen: Dass hier
drei Menschen mit ganz einfachen Mitteln aus Folk, Indie und Post-
einen Klang produzieren, der die Realität verschwimmen lässt und den
Zuhörenden Geschichten erzählt – jedem seine eigene, vermutlich, und
in jeder eine große Portion Fenster. Das passt so gut, dass Fenster
fast innen: welt.-Headliner werden mussten. Bevor wir sie bald – mit
einem Morr-Vertrag in der Tasche – auf viel größeren Bühnen sehen

Toby Goodshank (New York):
Von Toby Goodshank ließe sich erzählen, dass er schon mit den ganz
Großen getourt ist (als Gitarrist der Moldy Peaches nämlich) – aber
darum geht es eigentlich nicht. Sondern um betäubend lakonische
Folksongs. Auf die würdige Art traurig: Durch die Hintertür nämlich
und vorgetragen mit außergewöhnlich sprödem Charme.
Genaues Zuhören ist da gefragt. Aber wer es tut, bekommt eine Art
Gitarrenpop zu hören, die subtiler ist als das, was sonst so um die
Ohren spült. Und trotzdem genauso schön.

Helmut (Berlin):
…einer unserer großen innen.aussen.raum-Vorsätze ist’s ja, ein paar
der besten unter all jenen Bands nach München zu holen, an die sonst
niemand gedacht hätte. Für dieses Festival machen wir mit Helmut einen
Haken hinter diese Aufgabe. Was für ein Fund das ist! Virtuose,
melancholische Loops, ein wenig dunkel, ein wenig poppig, kluge Texte
dazu – und das ganze fliegt, überwindet die Schwerkraft des
Handwerks. Eine seltsame Metapher – aber ihr wisst, was gemeint ist.

Gender Bombs (München):
…diese Band wärmt die bayerisch sozialisierten Herzen im
innen.aussen.raum. Keine Folklore, klar. Bei diesem Bandnamen (und
diesem Verein). Nein, eher die schöne Melancholie, die einen beim
nächtlichen Marsch über Münchner Stadtstraßen oder am Ortsrand einer
oberländischen Kleinstadt erfasst. Zufall ist das keiner: In Gender
Bombs steckt viel von dem, was den Soundtrack zur Sozialisation
ausgemacht hat. Fünfzig Prozent Slut, zum Beispiel, in Person von
Keyboarder Rene Arbeithuber. Vor allem aber die intelligente Spielart
Pop, die hier aus irgendeinem unerfindlichen Grunde gedeiht. Und jetzt
eine neue Gestalt gewinnt – die wir verdammt gerne auf unserer Bühne
zeigen.

Squares On Both Sides (München):
Wenn es das Genre gäbe, wäre Squares On Both Sides ein Vorreiter:
Silent Core. Daniel Bürkner forscht schon seit Jahren nach dem Zauber
hinter den leisesten Tönen, nach der Schönheit in der zerbrechlichen
Struktur – und ihrem Bruch. Gitarrenspuren ver- und entwickeln sich
vorsichtig in den Abend. Geräusche finden ihren Weg in die Mikros. Und
der Nachhall von beidem seine verdiente Aufmerksamkeit.

Wassermanns Fiebertraum (Donauraum):
Premiere! Das erste Mal, dass wir um Bewerbungen für’s innen: welt.
gebeten haben. Das Ergebnis kann sich gleich sehen lassen: Wassermanns
Fiebertraum, verstreut aus dem weiten Donauraum, werden zum
Festivalbeginn den Alltag aus den Köpfen und Ohren spülen. Mit Wucht,
Wut und Post-Rock; satten Harmonien und wilden Energiestößen, dazu
einer eigens mitgebrachten Bilderwelt. Von dieser Art musikalischem
Nachwuchs kann Mittelbayern mehr gebrauchen. Finden wir.

Daten und so: innen: welt.-Festival III | 12.01.2013 | 17.30 – 06.00 |
Kafe Kult, Oberföhringer Str. 156 | Bus: Bürgerpark Oberföhring |
Eintritt: 12 Euro vorher, 14 Euro am Abend

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